Immobilienfinanzierung
Unter einer Immobilienfinanzierung versteht man verschiedene Darlehen, die mit einem speziellen Verwendungszweck vergeben werden. Diese Kredite können unter anderem für Renovierungen und Modernisierungen, aber auch für den Immobilienerwerb oder den Bau eines Hauses eingesetzt werden. Die Verwendung der Gelder muss den Banken und Bausparkassen nachgewiesen werden, und zwar durch Einreichung von Rechnungen der Handwerker oder aber durch die Bestätigung über den Baufortschritt bei Neubauten.
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Ein weiteres wichtiges Kennzeichen für die Immobilienfinanzierung ist die Absicherung der Darlehen durch Eintragung von Grundpfandrechten. Hierfür steht zum einen die Grundschuld, zum anderen aber auch die Hypothek zur Verfügung. Da noch vor einigen Jahren meist ausschließlich die Hypothek zur Sicherung genutzt wurde, werden diese Darlehen noch heute vorrangig als Hypothekendarlehen bezeichnet. Die Grundpfandrechte werden notariell vereinbart und später im Grundbuchamt ins Grundbuch eingetragen. Sollte die Bank aufgrund von Vertragsverletzungen und Rückständen gezwungen werden, das Darlehen zu kündigen, wäre in diesem Fall die Versteigerung des Objektes möglich, um den Erlös für die Darlehensrückzahlung zu nutzen.
Die Banken bieten für die Immobilienfinanzierung unterschiedliche Darlehensformen an. Am häufigsten werden von den Instituten Annuitätendarlehen vergeben, deren Zins und Monatsrate während der Zeit der Zinsbindung konstant bleiben. Kreditnehmer können so je nach Vereinbarung für 10-20 Jahre feste Zinsen erhalten und so Planungssicherheit erreichen. Sollte das Darlehen bei Ablauf der Zinsbindung noch nicht vollständig zurückgezahlt sein ist es jedoch notwendig, eine Darlehensverlängerung (Prolongation) zu den dann geltenden Konditionen zu vereinbaren. Ebenfalls zu den Darlehen der Immobilienfinanzierung gehören tilgungsfreie Darlehen. Während der Darlehenslaufzeit werden bei diesen Darlehen lediglich die anfallenden Zinsen an die Bank bezahlt. Eine Rückzahlung hingegen erfolgt nicht. Erst am Ende der Laufzeit wird das Darlehen dann vollständig zurückgezahlt, zum Beispiel durch Auszahlung eines Bausparvertrages oder einer Lebensversicherung. Der jeweilige Tilgungsersatz wird im Darlehensvertrag fest vereinbart.
Letztlich gehören auch Bauspardarlehen zu den Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung. Um ein solches Darlehen nutzen zu können, wird allerdings ein Bausparvertrag benötigt, der bereits zuteilungsreif ist. Diese Zuteilungsreife ist dann gegeben, wenn der Bausparer die Mindestsparsumme angespart und die Mindestbewertungszahl erreicht hat. Dann kann das zinsgünstige Bauspardarlehen in Anspruch genommen werden. Der große Vorteil bei diesen Darlehen ist, dass die Zinsen schon mit Abschluss des Bausparvertrages vereinbart werden und bis zum Ende der Laufzeit stabil bleiben. Darlehensnehmer können so mit festen Konditionen und natürlich gleich bleibenden Monatsraten rechnen und diese in ihr Budget einkalkulieren. Ebenfalls vorteilhaft ist die jederzeitige Sondertilgungsmöglichkeit, die bei Bauspardarlehen ebenfalls gegeben ist.

